Nach dem entsetzten Anruf unseres türkischen Friseurs aus Dortmund, wir wollten uns doch nicht in das Getümmel zum Finalspiel in Istanbul stürzen, sind wir direkt nach Edirne gefahren. Und auch um Troja haben wir einen Bogen gemacht nach den Erzählungen nicht so begeisterter Reisender und der schmeichelden Beschreibung des Reiseführers: "Auf 5000 Jahre Geschichte treffen hier alljährlich Tausende enttäuschte Besucher", denn die Ausgrabungsstätte soll für Laien eher unspektakulär sein.
Dann also Edirne und statt der Blauen Moschee in Istanbul haben wir uns hier die Selimiye Moschee des Meister-Architekten Sinan angeschaut. Wirklich beeindruckend, ebenso wie die auch von ihm erbaute Kawanserei, in der wir Quartier bezogen haben.
Nicht minder beeindruckend war die Stadt selbst. Da Sonntag war, waren die Straßen den vormittag über von unzähligen Familien und türkischen Touristen gefüllt. So viele Frauen mit Kopftuch und Schleier haben wir die letzten Wochen zusammen nicht gesehen! (Gut, die Zahl der verschleierten Frauen belief sich bis gestern auf 3.) Im Lauf des Tages wurde das Publkium dann immer jünger und gegen abend bestimmten dann die 20-30 Jährigen das Straßenbild. Und auch die Fenerbahce-Trikots nahmen stündlich zu, denn das große Finalspiel startete um 20 Uhr. Ich habe dann auch mein Trikot aus dem Koffer gekramt und war promt der Liebling des Hotelpersonals ;-) "Wir" haben dann ja auch mit 3:4 gewonnen!
Tja, und damit fiel dann wie zu erwarten die Nachruhe auch etwas spärlicher aus... Bis etwa 2 Uhr morgens sind die feiernden Fans durch die Straßen gelaufen. Und knapp 2,5 Stunden später hat dann der Muezzin zum Gebet gerufen :-) Aber irgendwie haben wir dann doch genug Schlaf bekommen, um uns heute auf die erste Etappe der Heimfahrt zu begeben.
Und wir freuen uns beide schon wieder auf die lange Autofahrt. Endlich wieder Strecke machen :-)
Leider verlassen wir dann damit die Türkei. Hier hat es uns wirklich gut gefallen!
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